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Auf den Spuren der Waldelefanten Gabuns

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Auf den Spuren der Wald-Elefanten Gabuns

Unser 4x4 fährt langsam die staubige Straße hinunter, vorbei an zahlreichen Reihen dichter Wälder mit Bäumen, die bis zu 30 Meter hoch in den Himmel schießen.
Viele davon sind Okoume-Bäume, hoch und königlich mit ihrer rotfleckigen Rinde. Sie erinnern uns an den Reichtum dieser wertvollen Art in Gabuns reichlich vorhandenen Waldressourcen.
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Wir sind auf dem Weg zu den Waldelefanten – einer afrikanischen, heimischen und durch Evolution angepassten kleineren Elefantenart, die in den Regenwäldern Westafrikas heimisch ist. Sie baden in den salzigen Sümpfen eines Naturschutzgebietes innerhalb der Konzession von Precious Wood im Herzen des gabunischen Regenwaldes.

Die Konzession umfasst mehrere Schutzgebiete, in denen keine Ernte stattfindet. Obwohl die Tiere durch die gesamte Konzession wandern und das Unternehmen große Sorgfalt walten lässt, um sie auf der gesamten Konzession zu schützen, werden diese Gebiete speziell nach den Standards des FSC angelegt. Somit dienen sie als einzigartige natürliche Lebensräume für verschiedene Arten, einschließlich Wasserbüffel, Menschenaffen und Elefanten.

Unsere Reise beginnt am frühen Nachmittag, so dass wir das Gebiet vor der Abenddämmerung erreichen können. Dort versammeln sich die Tiere in den mineralreichen Sümpfen, den sogenannten Minerallecken. Die Elefanten schätzen diese wegen ihres Gehalts an Salzen und anderen Mineralstoffen.
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Draußen in der offenen Savanne

Nach einer Stunde Fahrt erzählt uns unser Reiseleiter Toussaint, dass wir uns dem Elefanten-Gebiet nähern. Toussaint ist der Wildschutzbeauftragte der Konzession.

Wir steigen vom Wagen ab und beginnen unsere Wanderung durch eine riesige Waldsavanne, die durch hohes Gras und dünn besiedelte Sträucher und kleinere Baumarten gekennzeichnet ist. „Wir erreichen den Heiligen Gral", flüstert Cynel, unser Forschungspartner in Gabun, der mit dem FSC an einem bahnbrechenden Holzprobenprojekt in Zusammenarbeit mit Royal Botanic Gardens Kew und Agroisolab gegen illegalen Holzeinschlag arbeitet.

Zusammen mit Mitgliedern des FSC Supply Chain Integrity Teams haben wir Proben verschiedener Holzarten in FSC-zertifizierten Konzessionen in Gabun für Isotopentests gesammelt. Die im Rahmen dieses Projekts gewonnenen Informationen werden dazu beitragen, die Herkunft von Holzartikeln mit den gesammelten Proben abzugleichen, um deren Herkunft besser zu ermitteln und den illegalen Holzhandel zu bekämpfen.
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Kommen Sie mit auf Entdeckungstour

Während sich die Savanne abrupt in einen dichten Wald verwandelt, erreichen wir einen Pfad mit deutlichen Anzeichen von Elefantenaktivität: Bäume mit glänzenden Flecken an der Rinde, weil sich die Dickhäuter daran kratzten.

Dies ist eine andere Welt als die, die wir zurückgelassen haben. Die Veränderung des Ökosystems ist phänomenal: Es gibt weniger Licht, aber Feuchtigkeit und Vegetation sind intensiver. Es scheint, als würden das Ökosystem um das ferne Licht der Kronendächer kämpfen.
Hier wird der Elefantenpfad dichter und dunkler, fast bedrohlich. Die Spuren im Schlamm sind so frisch, dass man sogar die Fußnägel erkennen kann.
Etwas weiter führt ein Bach durch unseren Weg. Wir waten darüber und erklimmen einen kleinen Hügel. Hier haben die klugen Tiere gelernt auf ihrem Weg umgestürzten Bäumen auszuweichen, die vermutlich von einem Sturm zu Fall gebracht wurden. Sie kämpfen sich durch das dichte Laub, um ihren Weg zum Sumpf fortzusetzten.

Die Stille wird nun fast allumfassend, denn Toussaint signalisiert mit einer schnellen Handbewegung, dass wir uns der Herde nähern. Elefanten haben ein ausgezeichnetes Gehör. Deshalb versuchen wir, so langsam und leise wie möglich zu gehen, sodass nur das Geräusch des Waldlaubs zu hören ist, das unter unseren Füßen knistert.
Die Vorfreude darauf, diese schönen Tiere zu Gesicht zu bekommen, hilft uns dabei, dass Hitze und Feuchtigkeit uns nicht von unserem Weg abbringen.
Zu diesem Zeitpunkt gehen wir tief gebeugt, denn als wir uns dem Wasserloch nähern, werden die Blätter und Bäume spärlicher und wir werden sichtbarer.
Plötzlich, wie durch einen natürlichen Automatismus signalisiert Toussaint mit der Hand, anzuhalten und unten zu bleiben. Seine langjährige Erfahrung als Naturschützer zuerst beim WWF und jetzt bei Precious Woods hilft ihm schnell zu reagieren.

Nach einem Moment, der eine Ewigkeit zu dauern scheint, richtet er seinen Zeigefinger auf eine Vertiefung direkt vor uns.
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Unsere Sinne sind wie hypnotisiert. Nur hundert Meter entfernt von uns sehen wir zwei Kälber und zwei erwachsene Kühe. Eine davon ist eindeutig die Mutterkuh, die lässig im Salzwasser badet und die überlebenswichtigen Mineralstoffe trinkt.

Wir alle sind gebeugt und beobachten die Majestät der Natur von ihrer besten Seite. Die Kälber freuen sich im Wasser, während ihre erwachsenen Betreuer ihre Umgebung akut mit wachsamen Ohren beobachten. Wahrscheinlich sind sie sich bereits unserer Anwesenheit auf dem Hügel bewusst.
Wir sind von diesen schönen Geschöpfen so begeistert, dass wir unsere eigene Atmung kaum hören können. Während die Elefanten ihr Ritual in all ihrer prachtvollen Schönheit ausüben, wird uns bewusst, wie privilegiert wir sind, diese wunderbaren Geschöpfe in ihrem geschützten Lebensraum zu bestaunen.

Wir wurden Zeuge davon, wie mit verantwortungsvoller Bewirtschaftung der Waldressourcen in dieser Ecke Gabuns der Schutz der Wildtiere innerhalb dieser FSC-zertifizierten Waldkonzession gewährleistet wird.
Nach etwa fünfzehn Minuten entscheidet die Mutterkuh, dass sie genug hat. Sie beginnt ihren Weg zurück in den dichten Wald gegenüber von dem Ort, an dem wir uns befinden. Währenddessen bleibt ein Kalb an Ort und Stelle – es ist so damit beschäftigt, das wohlschmeckende Wasser zu schlucken, dass es die Abwesenheit der Mutter nicht mitbekommt.

Als es plötzlich merkt, wie weit es zurückgelassen wurde, geht es schnell zum Rest der Herde. Dort wird es von einem der Erwachsenen mit einer schnellen Bewegung des Rumpfes und lautem Getröte, für die selbstsüchtige Entscheidung am Wasserloch zu bleiben, gerügt.
Als die Herde im Wald verschwindet, sehen wir uns alle gegenseitig an. Unsere Herzen pochen vor Aufregung, auf unseren Gesichtern ein breites Grinsen. Es ist eine lange Wanderung zurück zum Auto und wir sind erschöpft. Nichtsdestotrotz war jeder Schritt die Mühe wert und auch, dass wir uns versichert konnten, dass diese Tiere für den Erhalt zukünftiger Generationen gewappnet sind.
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Waldelefanten, die in einem FSC-zertifizierten Wald in Gabun gesichtet wurden.
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Angaben gemäß § 5 TMG:

Verein für verantwortungsvolle Waldwirtschaft e.V.
Postfach 5810
79026 Freiburg im Breisgau

FSC® F000213 • Das Zeichen für verantwortungsvolle Waldwirtschaft.

Vertreten durch:
Dirk Riestenpatt (Vorsitzender)
Dr. Uwe Sayer (Geschäftsführer)

Telefon:+49 (0) 761-386 53 50
Telefax:+49 (0) 761-386 50 79
E-Mail: info@fsc-deutschland.de

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